Wasserstoff 2026: Abschied von der Romantik, hin zur Pipeline

Die Euphorie der frühen 2020er Jahre ist einem nüchternen Realismus gewichen. Die Vision, dass wir bald mit Wasserstoffautos zum Bäcker fahren, ist tot. Im Jahr 2026 ist Wasserstoff ein reines B2B-Geschäft für die Schwerindustrie.

Der Fokus liegt nun auf dem Wasserstoff-Kernnetz. Unternehmen positionieren sich strategisch entlang der geplanten Trassen. Wer keinen Anschluss an die Pipeline hat, hat ein Standortproblem. Das Business liegt derzeit nicht in der Produktion (die in Europa teuer bleibt), sondern im Import und der Logistik.

Der Markt teilt sich in zwei Lager: Die “Off-Taker” (Stahl, Chemie), die dringend Dekarbonisierung brauchen, um CO2-Strafzahlungen zu entgehen, und die Importeure, die Ammoniak aus Übersee in die Häfen bringen. Für Investoren gilt: Finger weg von Startups ohne feste Abnahmeverträge. Der Wert liegt in der unterschriebenen Vereinbarung, nicht in der Technologie des Elektrolyseurs.

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